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Dortmund sinnen im Pokal auf Revanche, während Füllkrug erneut für einen Schock im Signal Iduna Park sorgt
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Dortmund sinnen im Pokal auf Revanche, während Füllkrug erneut für einen Schock im Signal Iduna Park sorgt

Dortmund trifft im DFB-Pokal auf Werder Bremen, während Niclas Füllkrug erneut für einen Schock im Signal Iduna Park sorgen will. Vorschau, Form, Ausfälle und Prognose.

Dan Carter-Ford
Dan Carter-Ford
·October 27, 2026·4 min read

Borussia Dortmund und Werder Bremen treffen unter den Flutlichtern des Signal Iduna Parks erneut aufeinander – diesmal steht jedoch das Weiterkommen im K.-o.-Wettbewerb auf dem Spiel. Nur zweieinhalb Wochen nachdem Bremen einen Zwei-Tore-Rückstand in der Bundesliga noch zum 2:2 ausglich, haben die Dortmunder die Chance, ihren Frust in Fortschritt umzuwandeln und im DFB-Pokal ein Ausrufezeichen zu setzen. Für Werder ist die Mission klar: Die späte Widerstandskraft, die den Gastgeber schockte, soll wiederholt und die bemerkenswerte jüngste Pokalbilanz gegen Dortmund ausgebaut werden.

Dortmund geht als die stärkere, tiefere und ausgereiftere Mannschaft in die Partie. Die vergangenen fünf Pflichtspiele brachten drei Siege und zwei Unentschieden, darunter ein 1:0-Bundesligasieg gegen Eintracht Frankfurt, ein 2:1-Erfolg in der Champions League gegen Sabah FK und ein souveränes 5:0 im DFB-Pokal gegen HEBC. In dieser Serie erzielten die Dortmunder zehn Tore und kassierten nur drei. Zudem unterstreicht ihr Bundesliga-Schnitt von 0,57 Gegentoren pro Spiel die defensive Kontrolle, die Niko Kovač fordert.

Auch Werders Form ist seit fünf Spielen ungeschlagen, weist jedoch einen anderen Charakter auf. Die Mannschaft von Ole Werner verbuchte zwei Siege und drei Unentschieden, erzielte zehn Tore, musste aber neun Gegentreffer hinnehmen. Die Erfolge gegen Mainz und Augsburg offenbarten ihre offensive Durchschlagskraft, während das jüngste Comeback in Dortmund ihren Willen zum Aufgeben unterstrich. Sorgen bereitet allerdings, dass die defensive Struktur wiederholt ins Wanken geriet und eine umfangreiche Verletztenliste die anspruchsvolle Aufgabe zusätzlich erschwert.

Diese Liste trifft Bremen besonders im Mittelfeld und in der Defensive. Skelly Alvero, Senne Lynen, Jens Stage, J. Njinmah, Felix Agu, Mitchell Weiser und mehrere weitere Spieler fallen aus, während Torhüter Karl Hein, Niklas Stark, Youri Regeer und Eren Dinkçi fraglich sind. Auch Dortmund ist nicht vollständig verschont geblieben: Konstantinos Karetsas, Emre Can, Giannis Konstantelias und Justin Lerma fehlen, Ramy Bensebaini ist gesperrt und Alexander Meyer fraglich. Dennoch verfügen die Gastgeber über deutlich mehr Tiefe – ein Vorteil, der im letzten Viertel der Partie entscheidend werden könnte.

Kovač dürfte Dortmund in einem 3-4-2-1 aufstellen. Die Schienenspieler sollen Bremen in die Breite ziehen, während die beiden offensiven Mittelfeldspieler die Räume rund um die hoch stehende Abwehr attackieren. Joey Veerman, Jobe Bellingham, Ethan Nwaneri und Marcel Sabitzer sollen das Mittelfeldduell gewinnen und den Ballbesitz in schnelle, vertikale Angriffe umwandeln. Dortmunds beste Chance könnte in Umschaltmomenten liegen: Wird Bremens aggressives Pressing überspielt, kann die Heimmannschaft eine durch Verletzungen geschwächte Abwehrreihe attackieren.

Bremen wird sich voraussichtlich nicht passiv zurückziehen. Die erwartete 4-2-4-Formation soll den Dortmunder Spielaufbau bereits weit vorne stören, bevor schnell auf Niclas Füllkrug umgeschaltet wird. Der ehemalige Dortmunder Stürmer ist die offensichtliche Gefahr: In seinen letzten vier Einsätzen erzielte er sechs Tore, darunter beide Bremer Treffer beim jüngsten 2:2. Seine Bewegungen, seine Kopfballstärke und sein Instinkt im Strafraum werden Dortmunds Innenverteidiger – möglicherweise einschließlich des zurückkehrenden Nico Schlotterbeck, der im vorherigen Duell ebenfalls traf – auf die Probe stellen.

Auf der anderen Seite steht Serhou Guirassy für das Duell, das Bremen keinesfalls verlieren darf. Der Dortmunder Stürmer gab in seinen letzten fünf Einsätzen 21 Schüsse ab und verfügt über die nötige Beweglichkeit, um jedes Zögern einer improvisierten Abwehr zu bestrafen. Auch Marco Grüll, Werders führender Vorlagengeber mit sechs Assists in dieser Saison, wird von großer Bedeutung sein. Seine Hereingaben und sein Timing könnten entscheiden, ob Füllkrug genügend Zuspiele erhält, um die Gäste im Spiel zu halten.

Die historische Bilanz spricht deutlich für Dortmund. In 41 Begegnungen feierten die Dortmunder 25 Siege, Bremen gewann siebenmal, neun Partien endeten unentschieden. Dortmund entschied sechs der letzten zehn Duelle für sich, doch diese Dominanz hat einen wichtigen Haken: Bremen gewann die letzten drei DFB-Pokal-Duelle mit Dortmund, allesamt im Achtelfinale. Das jüngste Unentschieden in der Liga verstärkt zusätzlich den Eindruck, dass es sich keineswegs um ein gewöhnliches ungleiches Duell handelt. Diese Begegnungen sind traditionell torreich: In 88 Prozent der Partien fielen mehr als 1,5 Tore, in 63 Prozent mehr als 2,5 Tore, und in 61 Prozent trafen beide Mannschaften.

Die Partie könnte vorsichtig beginnen, da Dortmund eine Wiederholung des späten Einbruchs vermeiden möchte, der Bremen beim letzten Mal zurück ins Spiel brachte. Ein frühes Heimtor dürfte die Begegnung jedoch öffnen. Bremen sollte furchtlos reagieren, und sein hohes Pressing könnte gefährliche Ballgewinne ermöglichen, falls Dortmunds umformiertes Mittelfeld die Ruhe verliert. Bleibt der Spielstand bis in die Schlussphase knapp, könnte Werders dezimierter Kader Schwierigkeiten bekommen, mit Dortmunds Energie und Rotationsmöglichkeiten mitzuhalten. Gleichzeitig könnte die Bremer Verzweiflung weitere Räume für Guirassy öffnen.

Letztlich sollte Dortmund über genügend Qualität und Heimstärke verfügen, um weiterzukommen, doch ein gemütlicher Abend ist keineswegs garantiert. Die Prognose lautet auf einen Dortmunder Sieg in einer offenen Partie, wobei mehr als 2,5 Tore sehr wahrscheinlich sind. Entscheidend wird sein, ob Bremen Füllkrug hinter Dortmunds neu formierter Defensive in Szene setzen kann, bevor die größere Tiefe und der offensive Druck der Gastgeber die Kontrolle übernehmen.

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Dortmund will Pokal-Revanche gegen Werder